Im Gespräch

3 Fragen an …Michaela Wildgruber, Hilfsmittel-Managerin

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Die BGHM unterstützt ihre Versicherten nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit mit allen geeigneten Mitteln – dazu gehören auch Prothesen oder Hörgeräte, sogenannte Hilfsmittel. Die Hilfsmittel-Managerinnen und -Manager der BGHM koordinieren, dass die Versicherten die bestmögliche Unterstützung erhalten. Die BGHM-Aktuell hat mit Hilfsmittel-Managerin Michaela Wildgruber gesprochen.

BGHM Aktuell: Wie sind Sie zur BGHM gekommen – und warum sind Sie Hilfsmittel-Managerin geworden?

Michaela Wildgruber: Ich habe bei der Süddeutschen Metall-Berufsgenossenschaft eine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte gemacht. Dieser Ausbildungsberuf hat mich einfach interessiert und ich bin dann über eine Anzeige der Berufsgenossenschaft gestolpert. Was eine „BG“ macht, war mir damals gar nicht so genau klar. Nach meinem Abschluss wurde ich in der Unfallabteilung und in der Berufshilfe eingesetzt. Um eine zielgerichtete Versorgung der Versicherten mit Hilfsmitteln sicherzustellen, gab es einige Änderungen: Der Bedarf an Hilfsmitteln für Versicherte sollte aus einem zentralen Pool gedeckt werden, es gab neue Regelungen zur orthopädischen Schuhversorgung und vieles mehr. Man hat mir und einer Kollegin die Aufgabe übertragen, diese zentralisierte Versorgung innerhalb der Bezirksverwaltung durchzuführen. So bin ich in die Hilfsmittelversorgung „reingewachsen“. Mittlerweile mache ich das seit zehn Jahren und führe seit drei Jahren auch das Referat – das macht wirklich Spaß!

Was genau sind Ihre Aufgaben?

Als Referatsleiterin bin ich Ansprechpartnerin für unser Team in München/Nürnberg sowie für die Kolleginnen und Kollegen der Bezirksverwaltung. Wir kümmern uns um alle Anliegen rund um die Hilfsmittelversorgung unserer Versicherten: Wir prüfen Kostenvoranschläge, holen Angebote ein, koordinieren die Versorgung, geben Reparaturen in Auftrag, kümmern uns um Anliegen der Versicherten, veranlassen Arzttermine, sprechen mit Akustikern, Schuhmachern, Prothesenbauern und allen, die an der Versorgung beteiligt sind. Unser Ziel ist dabei immer, die Versicherten schnellstmöglich mit dem zu versorgen, was sie benötigen – ganz an ihren individuellen Bedürfnissen orientiert.

Gibt es einen Fall aus Ihrer Arbeit, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es gab zum Beispiel mal einen Versicherten, der mit seinem E-Rollstuhl eine Straßenbahn touchiert hat. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Anstatt aber am Unfallort zu bleiben und die Schäden an Tram und Rollstuhl von der Polizei aufnehmen zu lassen, versuchte er mit seinem Rollstuhl „Fahrerflucht“ zu begehen. Ich habe viel Kontakt zu Versicherten und Versorgern und erlebe immer wieder traurige, schöne und lustige Momente. Da bleiben mir viele Dinge lange in Erinnerung.

Hintergrund

In dieser Rubrik beantworten Beschäftigte und Führungskräfte der BGHM oder aus den BGHM-Mitgliedsbetrieben in loser Reihenfolge drei Fragen zu ihrem Berufsleben, ihrem Arbeitsalltag und was für sie das Besondere an ihrer Beschäftigung darstellt – nachzulesen in den vergangenen Ausgaben der BGHM-Aktuell.