Arbeitsschutz Kompakt

Die handgesteuerte Fräsmaschine – ein „Klassiker“ im Metallbereich

Fräsmaschine: Grafik: BGHM

Trotz fortschreitender Automatisierung ist sie in vielen metallbearbeitenden Betrieben nach wie vor allgegenwärtig: die handgesteuerte Fräsmaschine. Was es vor, während und nach dem Arbeiten an der Maschine zu beachten gilt, fasst die neue Schrift „Arbeitsschutz Kompakt“ Nr. 116 kurz und bündig zusammen.

Wie die klassische Drehmaschine ist auch die handgesteuerte Fräsmaschine in Betrieben häufig zu finden. Mit ihrem gut qualifizierten Bediener oder ihrer Bedienerin spielt sie ihre Stärken immer dann aus, wenn es um die Fertigung von Einzelteilen oder Kleinserien geht. Nützlich ist sie ebenso bei der Instandhaltung und Überarbeitung von teuren und komplizierten Werkstücken, wie beispielsweise bei der Reparatur von Presswerkzeugen.

Und selbst wenn das computergestützte Bearbeitungszentrum in der Berufsbiografie vielleicht die größere Rolle spielt, ist die Fräsmaschine schon in der Ausbildung unverzichtbar. Denn ein „Gefühl“ für das zu bearbeitende Material entwickelt sich am besten durch das manuelle Verstellen der Achsen über die Handräder.

Gefährdungen und Schutzmaßnahmen auf einen Blick

Risiken bei der Arbeit an Fräsmaschinen sind insbesondere das scharfe Fräswerkzeug unter hoher Drehzahl sowie herumfliegende Späne und der Kühlschmierstoff. Durch diese Gefährdungen kann es zu schweren Gesundheitsschäden kommen. Publikationen wie die „Arbeitsschutz Kompakt“ unterstützen dabei, ausreichende Schutzmaßnahmen zu treffen: Sie informiert darüber, was es vor, während und nach dem Arbeiten an der Maschine zu beachten gilt. Gebündelt auf maximal zwei DINA4-Seiten – so kann sich jeder schnell orientieren.

Die „Arbeitsschutz Kompakt“ dient als Gedankenstütze für den Bediener oder die Bedienerin genauso wie als systematische Unterweisungshilfe für Vorgesetzte. Zudem gibt sie Hinweise, was bei der Beschaffung einer neuen oder gebrauchten Maschine beziehungsweise bei der Nachrüstung einer vorhandenen Maschine nach dem Stand der Technik beachtet werden sollte.

Wichtig ist jedoch: Das bewusst knappe Format der „Arbeitsschutz Kompakt“ ersetzt nicht die individuelle Gefährdungsbeurteilung, in der konkret vorhandene Gefährdungen ermittelt und geeignete Schutzmaßnahmen abgeleitet werden müssen. So sind zum Beispiel sehr große Fräsmaschinen mit Verfahrwegen von mehreren Metern anders zu betrachten als kleinere Fräsmaschinen. Und übrigens: Auch für Drehmaschinen gibt es mit „Arbeitsschutz Kompakt“ weitere Unterstützung für sichere und gesunde Arbeit von der BGHM.

Christian Schepke, BGHM

Gut zu wissen: Arbeitsschutz Kompakt

Die Schriftenreihe „Arbeitsschutz Kompakt“ bringt Sicherheitshinweise für die verschiedenen Bereiche des betrieblichen Arbeitsschutzes auf den Punkt. Die Anleitungen informieren praxisnah, kurz und effizient und unterstützen vor allem kleine Betriebe bei der Umsetzung der Vorgaben zur Arbeitssicherheit. Unter BGHM: Arbeitsschutz Kompakt finden Sie eine Übersicht zu allen bisher veröffentlichten „Arbeitsschutz Kompakt“ nach Themen sortiert. Unter BGHM: Arbeitsschutz Kompakt auf einen Blick finden Sie die Schriften nach Nummern sortiert.