Arbeitsschutz Kompakt

Heizungsrohre mit Pressfittings sicher verbinden

Rohrfittingverpressgerät; © BGHM

Das Arbeiten mit dem Rohrfittingverpressgerät, häufig auch „Fittingpresse“ genannt, hat das Löten oder Verschrauben bei der Verbindung von Rohren im Sanitär- und Anlagenbau weitestgehend verdrängt. Die Publikation „Arbeitsschutz Kompakt“ zeigt auf, worauf bei der sicheren Verwendung der Geräte zu achten ist.

Während die gelötete oder verschraubte Verbindung fehleranfällig und zeitaufwändig ist, wird das Verbinden mit Verpressfittings immer einfacher. Soll ein Rohrfittingverpressgerät (RFVG) sicher eingesetzt werden, ist zuerst eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Einfach formuliert ist diese Maschine eine Zange, die über die Hebelwirkung mit großer Kraft „zupackt“.

Folglich ist die erste und offensichtlichste Gefahrenstelle das sich schließende Werkzeug, die sogenannte Pressbacke oder auch Pressschlinge. Wenn die Beschäftigten ihre Hände ordnungsgemäß an den zwei Handgriffen des Geräts positioniert haben, sind diese jedoch, beispielsweise vor Quetschungen, bestmöglich geschützt.

Eine weitere Gefahr sind Pressbacken, die beim Verpressvorgang aufgrund fehlerhafter Anwendung des Geräts oder unerkannter Abnutzung zerspringen. Um das zu vermeiden, müssen Wartungsintervalle eingehalten werden. Diese gibt im Regelfall der Hersteller vor. Geräte regelmäßig prüfen Neben den mechanischen Gefahren sind im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung auch die Gefahren, die vom elektrischen Strom ausgehen, zu betrachten. Diesen wird unter anderem dadurch begegnet, dass das RFVG regelmäßig einer Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ durch eine Elektrofachkraft unterzogen wird.

Unterstützung beim sicheren Einsatz von RFVG bietet die BGHM mit der Arbeitsschutz Kompakt Nr. 124 „Arbeiten mit dem Rohrfittingverpressgerät“. Die Publikation informiert darüber, was vor, während und nach der Arbeit beachtet werden sollte, und kann bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung oder bei der Unterweisung der Beschäftigten unterstützen. Die bebilderte Darstellung und die kurze Form machen die Zusammenhänge leicht verständlich und einprägsam.

Tilman Pfrommer, BGHM