„DGUV Vorsorge“

Nachgehende Vorsorge unter einem Dach

Zum Dach gefaltete Hände über Papierfiguren; © Photocreo Bednarek / Fotolia.com

Berufskrankheiten durch krebserzeugende Arbeitsstoffe können lange nach einer ursächlichen beruflichen Einwirkung auftreten. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Beschäftigten und ehemals Beschäftigten nach Beendigung bestimmter Tätigkeiten, bei denen nach längerer Latenzzeit Gesundheitsstörungen auftreten können, eine nachgehende Vorsorge anzubieten. Am Ende des Beschäftigungsverhältnisses überträgt der Arbeitgeber diese Verpflichtung auf den zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger und überlässt ihm die erforderlichen Unterlagen in Kopie, sofern der oder die Beschäftigte eingewilligt hat. Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung betreiben verschiedene Einrichtungen, um die arbeitsmedizinische Vorsorge dieser Versicherten sicherzustellen. Diese Organisationsdienste haben sich nun unter dem Logo „DGUV Vorsorge“ zusammengeschlossen. Ziel ist es, ein Vorsorgeportal mit einem zentralen Meldezugang einzurichten, um die nachgehende Vorsorge nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“ zu ermöglichen. Für die Versicherten bietet die „DGUV Vorsorge“ die Möglichkeit einer optimierten Organisation der Vorsorge unabhängig von ihrem Anlass.
Zusätzlich können Nutzer die Meldung an die Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) mit der Meldung zur nachgehenden Vorsorge verknüpfen.

Dr. Marie-Luise Fritz, BGHM

Weitere Informationen

Das Portal ist online erreichbar unter

www.dguv-vorsorge.de