Muskel-Skelett-Belastungen, Psyche und neue Formen der Arbeit

Neue Seminare zu Gesundheit und Ergonomie

Icons Lernen und Kommunikation; © PureSolution / Fotolia

Im Themenfeld Gesundheit und Ergonomie erweitern seit Jahresbeginn neue Seminare das Weiterbildungsangebot der BGHM für Mitgliedsunternehmen. Es geht unter anderem um Muskel-Skelett-Belastungen und die Arbeitsgestaltung bei neuen Formen der Arbeit. Der Praxisbezug ist hier ein wichtiger Qualitätsfaktor.

Bei der Entwicklung der neuen Seminar-Angebote kamen die Wünsche der Arbeitsschutzakteure aus den Mitgliedsunternehmen der BGHM zum Tragen, sich intensiver damit auseinanderzusetzen, wie Muskel-Skelett-Belastungen und psychische Belastung in die Gefährdungsbeurteilung integriert werden können. Zusätzlich wurde ein Konzept entwickelt, um sich Zukunftsthemen wie zum Beispiel „mobilem Arbeiten“ oder dem Einsatz von mobilen Datenbrillen aus Sicht der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu nähern.

Da Fachreferentinnen und -referenten der BGHM, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit Fragen aus den Mitgliedsbetrieben zu diesen Themen beschäftigen, die neuen Seminare entwickelt haben, ist der Praxisbezug sichergestellt. Ende 2019 fanden Pilotseminare statt. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv, sodass die folgenden neuen Angebote nun das Seminarprogramm der BGHM für das Jahr 2020 ergänzen.

Seminare mit Praxisbezug

Das Seminar GENF10 gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über „Neue Formen der Arbeit“ auszutauschen, die in Folge des digitalen Wandels möglich und erforderlich sind: Sowohl Beschäftigte als auch Führungskräfte werden zukünftig immer größeren Herausforderungen gegenüberstehen. Mobiles Arbeiten und ständige Erreichbarkeit sind hierbei nur einige wenige Schlagwörter. Diese Veränderungen in der Arbeitswelt werden in dem Seminar unter den Gesichtspunkten von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz betrachtet und es wird aufgezeigt, wie Gestaltungsgrundsätze hierfür erarbeitet werden können, auch wenn es hierfür noch keine klaren gesetzlichen Regelungen gibt.

Im Seminar GEPE10 geht es darum, wie Muskel-Skelett-Belastungen erkannt und bewertet werden können, die zum Beispiel durch manuelle Arbeiten oder bestimmte Körperhaltungen entstehen. Anhand von Praxisbeispielen gilt es, Handlungserfordernisse für die Arbeitsgestaltung abzuleiten und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Hierbei kommen unter anderem die sechs neuen Leitmerkmalmethoden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zum Einsatz, die zu den anerkannten Screening-Methoden für die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich physischer Belastungen zählen.

Inhalt des Seminars GEPP10 ist es, Arbeit in Bezug auf die psychische Belastung zu beurteilen und zu gestalten. Das Seminar vermittelt das Wissen, mit dem die Teilnehmenden den Prozess der Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich psychischer Belastung im Unternehmen umsetzen oder begleiten können. Sie lernen, die Vorgehensweise zu planen, geeignete Methoden oder Instrumente für die Analyse und die Bewertung der Gefährdungen durch psychische Belastung auszuwählen sowie wirksame Maßnahmen zu definieren.

All das wird in den Veranstaltungen durch praktische Übungen vertieft. Wir freuen uns darauf, Sie in einem dieser Seminare begrüßen zu dürfen.

Susanne Neisecke und Burkhard Grüß, BGHM

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